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Kulturprogramm
Vortrag „Wiggensbach zwischen 1916 und 1935 – der Bilderschatz des Amateurfotografen Hans Hörmann aus Hahnenberg (1897-1963)“ Referentin: Ursula Winkler M.A., Redakteurin der neuen Wiggensbacher Ortsgeschichte
Der Vortrag findet am Mittwoch, den 8. Juli 2026 um 19 Uhr im Saal des Landgasthofs "Alte Säge" in Ermengerst statt.
Der Eintritt ist frei (Spenden möglich), auf Ihr Kommen freuen sich der heimatkundliche Arbeitskreis, die Gemeinde Wiggensbach und die KEB!
Hans Hörmann wurde in Wiggensbach-Hahnenberg geboren und verbrachte dort sein Leben als Bauernsohn, dann als Bauer und Familienvater. Er war der modernen Technik sehr aufgeschlossen. Nach dem Bericht seiner Kinder war er voller Wissensdrang und Ideen. So baute er eine Telefonanlage sowie das erste Radio von Wiggensbach, befreundet mit und unterstützt von Elektriker Rauch. Das Medium der Fotografie brachte er sich selbst bei und er wurde zu einem meisterlichen Fotografen, gerufen von vielen Nachbarn und Familien, die fotografiert werden wollten. Dieser einzigartige Bilderschatz wurde bereits von Cyper Hörmann und Horst Schneidereith digitalisiert. Nun geht er als Schenkung an die Gemeinde Wiggensbach, die ihn mit diesem Vortrag erstmals öffentlich vorstellt. Viele Wiggensbacherinnen und Wiggensbacher werden einzelne Fotos aus ihren eigenen Fotoalben kennen. Sie können dabei mithelfen, die Menschen auf den Fotos zu identifizieren. Dafür ist nach dem Vortrag Gelegenheit. Hans Hörmann, auch genannt der „Schnurra-Hans“, weil er einen markanten Schnurrbart trug, fotografierte fast ausschließlich im fußläufigen Umkreis. Dadurch haben seine Fotografien einen großen dokumentarischen Wert für das Lebens in der Gemeinde vor 100 Jahren. Eine der letzten Aufnahmen zeigt einen Zeppelin über Wiggensbach. Es handelt sich um das Luftschiff LZ Graf Zeppelin, mit einem Hakenkreuz am Leitwerk, ein Vorbote der Nazi-Zeit.
Bild: Hans Hörmann mit seiner Kamera bei einem Familienfest in Wiggensbach, vermutlich bei einer Hochzeit, 1920er Jahre. Wer die beiden oft fotografierten Zwillingsmädchen waren, müsste noch herausgefunden werden. Original: Familie Hörmann, Hahnenberg Der Vortrag findet in Kooperation mit der KEB Kempten-Oberallgäu statt.
40 Jahre FOTOFREUNDE WIGGENSBACH
„Vor 40 Jahren hatten wir eine gemeinsame Vision und ein gemeinsames Hobby“, sagt Manfred Köhler, der Clubvorsitzende und Gründungsmitglied. Aus dieser Vision und dem Hobby wurden dann die „Fotofreunde Wiggensbach“. Der Club wurde immer größer, und die neuen Mitglieder brachten neue Erfahrungen und Impulse ein. Nicht nur die Wettbewerbe haben den Verein wachsen und zusammenhalten lassen, die Mitglieder schätzen bis heute auch den starken Gemeinschaftssinn untereinander und die gegenseitige Unterstützung. Die Fotofreunde Wiggensbach haben sich kontinuierlich weiterentwickelt, waren stets offen für neue Impulse und Strömungen in der Fotokunst. Der technische Fortschritt hat die Sehgewohnheiten verändert und die Kreativität gefördert. Die Lust am Fotografieren und das Engagement, sich mit dem Neuen auseinanderzusetzen, ist jedoch bis heute geblieben, mit dem Ziel: das perfekte Bild zu zeigen. Neben Wettbewerben und Clubleben gehört zu einem Fotoclub natürlich die Präsentation der Arbeiten in Ausstellungen. Dazu zeigen sie dieses Jahr vom 18.07. bis zum 09.08.2026 im WIZ (Wiggensbacher Informationszentrum) und auch mit einer Außenausstellung über 120 Werke. Titel der Schau: „Im Fokus“. Präsentiert werden Arbeiten von 40 Mitgliedern, die ein breites Spektrum der kreativen Fotografie darstellen.
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Markt Wiggensbach Marktplatz 3 87487 Wiggensbach
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