Geschichte


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Geschichte

Die Herkunft des Ortsnamen Wiggensbach ist ungewiß. Der Hinweis auf einen frühen Einzelsiedler Witigo oder Witgouvo, der sich im Jahre 864 im Nibelgau niedergelassen hat, rechtfertigt nicht mit letzter Sicherheit die Namensgebung für Wiggensbach. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, daß nach Witigo ein Bach im Nibelgau benannt wurde.
In der Isnyer Klosterchronik wird im Jahre 1182 erstmals Wittingisbach genannt. "Bei der Erbauung des neuen Klosters zu Isny haben mit Ihren Beiträgen geholfen: der Volkspriester Martin von Wittingisbach mit
seiner Gemeinde ..."

Geschichte von 1300 - 1600

1508
Wiggensbach fällt mit zahlreichen Weilern an das Stift Kempten.

1525
Zerstörung der Burg Suseck (Wappen von Wiggensbach).

1527
Einrichtung einer Badstub in Wiggensbach.

1555
Eckartsberg bei Wiggensbach: Erste Vereinödung.

Geschichte von 1600 - 1700

1618
Pfarrei Wiggensbach hat etwa 1500 Einwohner.

1628
820 Pesttote in Wiggensbach (über die Hälfte der Einwohner).

1630
Joseph Haggenmüller Badmeister "Bad Zaglers" bei Wiggensbach, sucht um Wein-Ausschankkonzession nach Bezeichnung: "uraltes Heilbad".

1634
Verlegung des stiftkemptischen Wochenmarktes nach Wiggensbach.

1669
Nennung des Glasverwalters Michael Speißer in Kürnach als Glasmeister.

1670
Wiederaufnahme des Wochenmarktbetriebes im Stift.

1673
Endgültige Zurückverlegung des Wochenmarktes von Wiggensbach in das Stift Kempten.

1684
Der Buchenberger Markt (seit 1485) kommt zum Erliegen - Verlegung nach Wiggensbach - wahrscheinlich Jahrmarkt am Kirchweihfest.

Geschichte von 1700 - 1800

1770
Abbruch des Schiffes der alten Kirche - Abbau der Orgel.

1770
Fundamentweihe: Ignaty von Moz.

1770
Grundsteinlegung durch Fürstabt Honorius Roth von Schreckenstein mit eingemauerten Reliquien des Märtyrers Blacidus und Begleiterinnen der heiligen Ursula - Pfarrer von Wiggensbach: Häfele.

1770
Aufrichtung des Dachstuhls, die Balken über Winde von Pferd hochgezogen.

1770
Richtfest: Richtspruch durch den Sohn des Baumeisters Johann Georg Specht.

1771
Beginn des Ausmalens der Langhauskuppel durch Hofmaler Franz Joseph Hermann aus Kempten.

1771
Kirche und Altar werden "benediciert".

1772
Aufstellen der Nebenaltäre durch Stukkateur Johann Georg Wirth. Dauer fünf Wochen. Preis 600 fl.

1772
Aufbau der Kanzel von Schreiner Bastel.

1772
Einfügung des Hochaltarblattes, gemalt vom Stiftsmaler Khunenberg.

1775
Aufstellung von zwei weiteren Altären mit Altarblättern von Hofmaler Franz Joseph Hermann. Beide Altäre kosten 300 fl., die Altarblätter 300 fl. (beide Altäre nicht mehr vorhanden).

1774
Dekan von Moz "benediciert" Tabernakel, Choraltar und Kanzel, Kosten 900 fl.

1775
Weihe der Altäre durch Fürstabt Honorius Roth von Schreckenstein - Wappen am flachen Triumphbogen zwischen Chor und Langhaus - Hinrichtung der letzten Hexe auf deutschem Boden im Stift Kempten wegen erwiesener Teufelsbuhlschaft (Anna Maria Schwägelin wird "nur" geköpft, nicht mehr lebendig verbrannt).

1775
Vertragsabschluss über die Anfertigung einer neuen Orgel mit Orgelmacher Johannes Holzhey von Ottobeuren, Anzahlung 275 fl. Drangabe des alten Pfeifenwerks aus Zinn und Holz nebst zwei Blasbälgen - Orgelmacher verspricht, bis Ostern 1776 die neue Orgel aufzustellen. Orgelkasten wird seitens der Gemeinde beigestellt.

1777
Neue Orgel in Ottobeuren abgeholt.

1777
Neue Orgel aufgebaut, spielbar.

1777
Weihe der Kirche durch Weihbischof von Konstanz, Reichsfreiherrn Augustin Johann Nepomuk Fidelis Maria von Hornstein.

1780
Fürstabt Honorius Roth von Schreckenstein läßt die Marienkapelle im Kürnachtal bauen.

Geschichte von 1800 - 1900

1851
In Wiggensbach gibt es 28 Hauskäsereien, die später in 10 Genossenschaftskäsereien aufgehen.

1856
Karl Krumbacher, Sohn des Gutsbesitzers Krumbacher, in Kürnach geboren. 1892 Professor in München, Schöpfer der modernen deutschen Byzantinistik - gestorben 12.12. 1909 in München, begraben in Kempten.

1859
Franz Xaver Knoll, Sohn des Malers Franz Xaver Knoll, in Wiggensbach geboren. 1882 Zeichenlehramtsprüfung, 1887 Nebenlehrer, 1890 Hauptlehrer. Federzeichnungen für die "Fliegenden Blätter. 1912 Professor - gestorben 04.03.1930 in München.

1868
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Wiggensbach: Bürgermeister Krumbacher, Lehrer Stölzle, Photograph Knoll.

1883
Einrichtung der Postablagestelle beim Krämer Otto Zeller.

1886
Gründung der Zimmerstutzen- und Schützengesellschaft.

1888
Entdeckung des "Wiggensbacher Schatzes" durch eine Kuh, ein Münzschatz der von Römern ca. 230 n. Chr. wegen des Alemanneneinfalls vergraben wurde.

1889
Im Kürnacher Wald Wanderwege angelegt und markiert.

1892
Trennung der Freiwilligen Feuerwehr in die Abteilungen Wiggensbach und Ermengerst.

1898
Postomnibus mit zwei Pferden befährt Strecke Kempten - Rothkreuz - Ermengerst - Wiggensbach. In Wiggensbach zwei Postboten. Telefonleitung von Kempten nach Wiggensbach als erste Telefon- verbindung im ganzen Bezirk.

Geschichte von 1900 - 1950

1902
Gründung des "Wiggensbacher Darlehenskassenverein e.G.m.u.H.".

1909
Eröffnung der Lokalbahnlinie Kempten-Weitnau-Isny, Einstellung des Pferde-Omnibus-Betriebes.

1911
Neuanlegung des Friedhofes und Bau des Leichenhauses.

1912-1914
Schulhausneubau in Wiggensbach.

1921
Öffentliche Badeanstalt am Kochweiher.

1922
Errichtung des Kriegerdenkmals an der Kirche.

1925
Antrag auf Verleihung eines Gemeindewappens mit der Halbfigur des Heiligen Pankratius, des Kirchenpatrons.

1927
Einführung des gemeindlichen Wochenblattes.

1928
Mietwagenverkehr, dann Kraftomnibusverkehr Kempten.

1928
Neubau der Dreifaltigkeitskapelle Wiggensbach.

1930
Erste landwirtschaftliche Zugmaschine in der Gemeinde.

1932
Gründung der Krankenpflegestation "des Dritten Ordens".

1935
Freilegung der Umfassungsmauer des Pestfriedhofes südlich von Wiggensbach. Flurname Totenpoint (Point von "Baindt" = binden, freie, nicht zur Mark gehörende Fläche).

1936
Eröffnung der ausgebauten Badeanstalt in Kochs.

1937
Beschluss und Antrag auf Verleihung eines Gemeindewappens mit der Darstellung der 1525 zerstörten Burg Suseck.

1938
Erbauung der Kapelle in Bachtels.

1946-1947
Kanalbau in Wiggensbach.

1947
Erbauung der Kapelle in Schmidsreute.

1947
Beginn der Theatertradition nach dem Krieg mit "Muttersegen".

1948
Die Gemeinde erwirbt die Gaststätte "Kapitel".

Geschichte von 1950 - 2000

1951
Erhebung der Gemeinde zur Marktgemeinde.

1957
Errichtung des Kriegerdenkmales im Friedhof.

1958
Neubau des Wasserbehälters Wiggensbach (Schorenquelle).

1961
Letzte Hebamme schließt Entbindungsheim.

1965-1970
Auflösung der Sennereien.

1966
Ende der Frondienste (Hand- und Spanndienste).

1967
Neubau der Sammelkläranlage Wiggensbach.

1967
Neubau der Wasserversorgung - Kolbenquelle.

1967-1968
Auflösung der selbständigen Schulen Bachtels, Schmidsreute, Ermengerst. Einführung des Schulbusses, Bildung einer Grund- und Teilhauptschule I in Wiggensbach und eines Schulverbandes mit Buchenberg.

1968
Neubau des gemeindlichen Bauhofes, Feuerwehrgerätehaus.

1969
Modernisierung des Freibades in Kochs.

1971
Wiggensbach wird staatlich anerkannter Erholungort.

1973-1975
Gemeindegebietsreform in Bayern. Wiggensbach behält seine Selbständigkeit ohne Gebietsänderung.

1975
Anschluss von Ermengerst an die öffentliche Buslinie.

1976
Eröffnung des neuen Johannes-Kindergartens.

1979
Außenrenovierung der Pfarrkirche Wiggensbach, Aufdeckung der Architekturmalerei.

1979
Beginn des Unterrichts in der neuen Schule.

1982
Beginn der Rathausplanung.

1982
Renovierung Kapitelsaal. Ausbau - bemalter Bühnenvorhang - Mehrzweckraum in der alten Turnhalle.

1982-1983
Innenrenovierung der Pfarrkirche Wiggensbach.

1982
800-Jahr-Feier, erste Nennung "Wittingisbach" in Jahr 1182.

1983
Vielseitige Veranstaltungen zur 800-Jahr-Feier.

1984
Bau des neuen Rathauses am Marktplatz.

1992
Eröffnung WIZ - Wiggensbacher Informations-Zentrum mit Amt für Kultur und Tourismus, Bücherei, Käskuche, Ausstellungsräumen, Brot- und Obstladen

1994
Eröffnung der Heimatkundlichen Sammlung im WIZ.

1994
Eröffnung der Seniorenwohnanlage Kapellengarten als Modellprojekt in Bayern.

1995
Eröffnung der Puppengalerie Ruth Treffeisen im WIZ anstelle des früheren Brot- und Obstladen.

1997
Feierliche Eröffnung des Hattstattweges mit einer Delegation der Partnergemeinde Hattstatt.

1997
Eröffnung des renovierten Freibades mit solarbeheizten Becken und neu angelegten Grünflächen.

1997
Umbau des Rathauses mit Installation einer modernen EDV-Anlage. Der Eingangsbereich wurde neu gestaltet und die Verwaltungsräume den Anforderungen angepasst.

1998
Bau des Feuerwehrgerätehauses in der Kempter Straße.

1998
Bau des Wohn- und Geschäftshauses in der Rohrachstraße.

1998
Erweiterungsarbeiten Friedhof Wiggensbach beginnen.

1999
Beginn Umbauarbeiten Marktplatz mit Neuerrichtung der Kirchenmauer und Neuanlage der Grünflächen.

1999
Eröffnungsfeier Feuerwehrhaus Wiggensbach, Feuerwehrstraße.

Geschichte von 2000 - heute

2000
Die ehemalige Hebamme Apollonia Rauch, die 2.080 Wiggensbacher auf die Welt brachte, feiert ihren 100. Geburtstag und erhält eine Ehrenurkunde und den silbernen Gemeindetaler der Gemeinde Wiggensbach.

2000
Einweihung des neuen Schulsportplatzes im Zeichen von Olympia.

2000
Umbau Gasthof Kapitel mit neuem Saaleingang und Marktplatzpflasterung.

2000
Bauarbeiten für den neuen gemeindlichen Bauhof am Schwellweg beginnen. 

2000
Neuer Brunnen am Marktplatz wird mit Brunnenfest feierlich eingeweiht.

2001
Übergabe von Tribüne und Umkleidekabinen am Burgsportplatz.

2001
Einweihung und Tag der offenen Tür im neuen Bauhof am  Schwellweg.

2001
Baubeginn bei der Schulerweiterung um 6 Klassen und Kindergartenerweiterung.

2002
Fertigstellung des Spielplatzbereichs in Ermengerst und des Dorfweihers Ermengerst.

2002
Baubeginn der Parkgarage am Marktplatz.

2002
Baubeginn des Wohn- und Geschäftshaus II am Marktplatz.

2002
Einweihung des Parkhauses am Marktplatz.

2003
Einweihung der um- und angebauten Schule und Kindergarten.

2003
Fertigstellung Wohn- und Geschäftshaus II, Marktplatz 8.

2003
Start der Ganztagesbetreuung in der Volksschule Wiggensbach.

2003
20 Jahre Partnerschaft mit Hattstatt.

2004
25 Jahre Grund- und Teilhauptschule Wiggensbach.

2004
10 Jahr Seniorenwohnanlage "Haus Kapellengarten"

2004
Fertigstellung Spielplatz "Bibertal" im Amselweg.

2005
Sanierung des Saals im Gasthof "Zum Kapitel".

2005 
Baubeginn "Westenried - Am Sonnenhang".

2005
Sanierung des Landgasthof "Alte Säge" in Ermengerst.

2006
185 Jahre Harmoniemusik Wiggensbach.

2006
Start der Kinderkrippe im Johanneskindergarten.

2006
100 Jahre Obst- und Gartenbauverein.

2007
Einstufung des Marktes Wiggensbach als Kleinzentrum durch den Regionalen Planungsverband Allgäu.

2007
76. Gautrachtenfest in Wiggensbach.

2007
Zustimmung zum Neubau einer Turnhalle. 

2007
Umbau im Rathaus mit Umzug des Sitzungssaals in das Wiggensbacher Informationszentrum. 

2008
Sanierung der Kolbenquelle.

2008
20-jähriges Bestehen des Golfclub Waldegg-Wiggensbach.

2008
Gründung der Max-Swoboda-Stiftung.

2009
Tour Ginkgo rollt durch Wiggensbach. Prominenten Radtour der Christiane Eichenhofer Stiftung zugunsten des Klinikums Kempten.

2009
15 Jahre Seniorenwohnanlage "Haus Kapellengarten".

2009
Baubeginn für die neuen Parkplätze an der Schule und für die neue 3-fach Turnhalle.

2009
Anlegung der ökologischen Ausgleichsfläche Rohrach - Wasserwege Wiggensbach.

2009
30 Jahre Grund- und Teilhauptschule Wiggensbach.

2010
40-jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer Gebhard Gomm.

2010
Fertigstellung der neuen Turnhalle Panoramarena.

2011
Verabschiedung von Bürgermeister Heribert Guggenmos und Vereidigung von Bürgermeister Thomas Eigstler im  Landhotel "Goldenes Kreuz" mit Verleihung des Ehrenrings des Marktes Wiggensbach an Heribert Guggenmos.

2011
Einweihung der Panoramarena mit Schulfest, ökumenischer Segnung und Abendprogramm.

2011
Eröffnung des ersten geometrischen begehbaren Klassenzimmers in der Grundschule Wiggensbach.

2011
190 Jahre Harmoniemusik Wiggensbach.

2012
Renovierung der Kapelle Unterkürnach.

2012
Auftaktsitzung des Klimaschutz- und Energieteams Wiggensbach.

2012
Inbetriebnahme der Solarstromanlagen auf einigen Dächern der öffentlichen Gebäuden.

2012
Jubiläumsfest 125 Jahre Schützenverein Wiggensbach e.V.

2012
Patenschaft beim 8. Benefizlauf für Körperbehinderte unter dem Motto "Gemeinsam läuft´s" zugunsten der Stiftung Körperbehinderte Kempten-Oberallgäu.

2012
90 Jahre Trachtenverein "Blenderbuebe".

2012
Umbau der Feuerwehrgarage in Ermengerst.

2013
Großer Neujahrsempfang erstmals in Wiggensbach durchgeführt im Kapitel-Saal.

2013
Anbau an die Grundschule zur Schaffung zusätzlicher Betreuungsräume.

2013
Dacherneuerung Kapelle Wagenbühl.

2013
Festabend zum Jubiläum 25 Jahre Golfclub Wiggensbach-Waldegg e.V.

2013
Erster Wochenmakrt am Marktplatz in Wiggensbach.

2013
Erste Besichtigungsfahrt für Senioren durchs Gemeindegebiet mit dem Bürgermeister.

2014
Inbetriebnahme der Freiflächen-Photovoltaikanlage zur Erzeugung von erneuerbaren Energien zum Betrieb der Pumpe der Wasserversrogung Kolbenquelle.

2014
Festabend zum Jubiläum "30 Jahre Ermengerster Bürgerhaus"

2014
Tag der offenen Tür in der Seniorenwohnanlage "Haus Kapellengarten" anlässlich des 20-jährigen Jubiläums. 

2014
Nach 18 Jahren wird die Windkraftanlage in Schmidsreute von der Betreibergesellschaft außer Betrieb genommen und abgebaut. 

2014
Die ersten Asylbewerber ziehen in das gemeindliche Gebäude Rohrachstraße 2.

2015
Bewerbung zur Initiative "Fair Trade Towns" zur Förderung des fairen Handels als Instrument zur Armutsbekämpfung in der Welt.

2015
Einführung einer Nachbarschaftshilfe.

2015
Aufnahme von weiteren Asylbewerbern in den gemeindlichen Gebäuden Rohrachstraße 4 und Rohrachstraße 9.

2015
Sanierung des Spielplatzes in Westenried. 

2015
Jubiläumsfeier an der Panoramarena anlässlich 30 Jahre "Crazy Turnados".

2015
Angebotsererweiterung der Bestattungsformen auf dem gemeindlichen Friedhof.

2015
Jubiläumswochenende in Wiggensbach mit der Gemeinde Hattstatt aus dem Elsass anlässlich der 30-jährigen Partnerschaft.

2015
10 Jahre Gewerbeverein Wiggensbach e.V.

2015
90 Jahre TSV Wiggensbach mit "Ball des Sports" in der Panoramarena.

2015
Herausgabe des Bildband "Wiggensbach in Wandel".